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    Migration ist der Prozess der Übertragung von Daten, Anwendungen, Diensten, virtuellen Maschinen, Websites oder IT-Infrastruktur von einer Umgebung in eine andere. Der Begriff wird in der IT, bei Cloud-Diensten, im Hosting, in der Serveradministration, der Datenbankverwaltung und in Unternehmenssystemen verwendet.

    Migration kann den Wechsel einer Website zu einem neuen Hosting-Anbieter, die Verlagerung eines Servers in ein Rechenzentrum, die Übertragung einer Datenbank auf eine andere Plattform, den Umzug aus einer On-Premises-Infrastruktur in die Cloud, die Aktualisierung eines veralteten Systems oder das Verschieben virtueller Maschinen zwischen Umgebungen bedeuten. Das Hauptziel der Migration besteht darin, Dienste und Daten so zu übertragen, dass sie weiterhin korrekt, sicher und mit minimaler Ausfallzeit funktionieren.

    Für Unternehmen steht eine Migration häufig im Zusammenhang mit gestiegener Auslastung, der Modernisierung der Infrastruktur, einem Anbieterwechsel, der Verbesserung der Ausfallsicherheit, der Stärkung der Sicherheit oder der Senkung der Wartungskosten. Beispielsweise kann ein Unternehmen Geschäftsanwendungen aus einem Serverraum im Büro in ein Rechenzentrum verlagern, um eine zuverlässigere Stromversorgung, redundante Kommunikationskanäle und professionellen Hardware-Support zu erhalten.

    Wie eine Migration durchgeführt wird

    Eine Migration beginnt in der Regel mit einer Prüfung der bestehenden Infrastruktur. In dieser Phase ermitteln die Spezialisten, welche Systeme verlagert werden müssen, welche Abhängigkeiten zwischen ihnen bestehen, welche Ressourcen sie verbrauchen und welche Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Leistung gelten. Ohne diese Analyse kann es passieren, dass ein einzelner Server zwar verlagert wird, dabei aber der Betrieb einer zugehörigen Anwendung, Datenbank oder Integration gestört wird.

    Nach der Prüfung wird ein Migrationsplan erstellt. Er beschreibt die Reihenfolge der Arbeiten, Zeitfenster, zuständige Spezialisten, das Backup-Verfahren, den Testablauf und das Rollback-Szenario. Ein Rollback-Szenario ist besonders bei kritischen Systemen wichtig: Treten nach der Übertragung Fehler auf, muss das Team wissen, wie es schnell in den vorherigen Zustand zurückkehren kann.

    Anschließend wird die neue Umgebung vorbereitet. Dabei kann es sich um eine Cloud-Plattform, eine virtuelle Infrastruktur, einen Dedicated Server, einen neuen Hosting-Anbieter oder einen Rechenzentrumsstandort handeln. Nach der Konfiguration werden Daten und Dienste übertragen, die Funktionalität überprüft sowie Zugriffe, Leistung, Sicherheit und Integrationen getestet.

    Rechenzentrumsumzug und Migrationsservices

     

    Wichtigste Arten der Migration

    Eine Migration kann sich je nach Migrationsobjekt und Umfang der Änderungen unterscheiden. Mitunter beschränkt sich die Aufgabe auf das Kopieren von Daten und das Anpassen von Einstellungen. Bei komplexeren Projekten müssen die Anwendungsarchitektur geändert, Software-Versionen aktualisiert oder das System an eine neue Plattform angepasst werden.

    Zu den gängigen Arten der Migration zählen:

    • Datenmigration, also die Übertragung von Daten zwischen Datenbanken, Speichersystemen oder Plattformen;
    • Cloud-Migration, also der Umzug von Infrastruktur oder Anwendungen in die Cloud;
    • Server-Migration, also die Verlagerung eines Servers in eine neue physische oder virtuelle Umgebung;
    • Anwendungsmigration, also die Verlagerung einer Anwendung auf eine andere Plattform oder Infrastruktur;
    • Website-Migration, also der Umzug einer Website zu einem neuen Hosting-Anbieter, CMS oder einer neuen Domain;
    • E-Mail-Migration, also der Umzug der Unternehmens-E-Mail zwischen Diensten.

    Eine Website-Migration erfordert beispielsweise die Übertragung von Website-Dateien, der Datenbank, der SSL-Zertifikate, der DNS-Einstellungen und Weiterleitungen sowie die Überprüfung von Formularen. Eine Cloud-Migration kann komplexer sein, da sie Server, Netzwerke, Speicher, Sicherheit, Backups und Monitoring betrifft.

    Was bei einer Migration zu beachten ist

    Die wichtigsten Risiken einer Migration sind Datenverlust, längere Ausfallzeiten, Konfigurationsfehler, eine geringere Leistung und Integrationsausfälle. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor der Übertragung Backups zu erstellen und zu überprüfen, ob sich die Daten tatsächlich wiederherstellen lassen. Ein Backup ohne testweise Wiederherstellung bietet keine vollständige Gewissheit über die Sicherheit der Migration.

    Außerdem sind die Kompatibilität von Betriebssystemen, Anwendungsversionen, Datenbanken, Netzwerkregeln und Zugriffsrechten zu berücksichtigen. Wenn das System mit Drittanbieter-Diensten, Zahlungsgateways, CRM, APIs oder internen Datenbanken arbeitet, müssen diese Verbindungen vor der Inbetriebnahme in der neuen Umgebung überprüft werden.

    Bei kritischen Diensten erfolgt die Migration häufig in mehreren Stufen. Zunächst wird die Testumgebung verlagert, danach sekundäre Dienste und erst anschließend die Hauptsysteme. Dieser Ansatz reduziert das Risiko und ermöglicht es, Probleme frühzeitig zu erkennen.

    Warum Unternehmen eine Migration benötigen

    Eine Migration hilft einem Unternehmen, seine Infrastruktur an neue Aufgaben anzupassen. Wenn ein alter Server die Last nicht mehr bewältigt, eine Website langsam läuft, die Hardware veraltet ist oder die aktuelle Plattform sich nicht mehr komfortabel betreuen lässt, kann ein Umzug in eine neue Umgebung die Stabilität und Verwaltbarkeit des Systems verbessern.

    Für Unternehmen ist die Migration auch beim Skalieren wichtig. Eine neue Infrastruktur kann mehr Ressourcen, flexibles Lastmanagement, Redundanz, Monitoring und ein höheres Sicherheitsniveau bieten. Bei sorgfältiger Vorbereitung wird die Migration nicht nur zu einer technischen Übertragung, sondern zu einem Schritt in der Modernisierung der IT-Umgebung.

    FAQ



    Migration ist die Übertragung von Daten, Websites, Anwendungen, Servern oder Infrastruktur von einer Umgebung in eine andere. Beispielsweise von einem Hosting-Anbieter zu einem anderen, aus dem Büro in ein Rechenzentrum oder aus einer On-Premises-Infrastruktur in die Cloud.


    Ein Backup ist eine Sicherungskopie von Daten oder eines Systems. Eine Migration ist die Verlagerung einer Arbeitsumgebung auf einen neuen Standort, Server, in eine neue Cloud oder auf eine neue Plattform. Während der Migration wird ein Backup häufig als Schutzmaßnahme gegen Datenverlust eingesetzt.


    Manchmal, ja. Dafür kommen Replikation, eine schrittweise Übertragung, Datensynchronisation und eine vorbereitete neue Umgebung zum Einsatz. Ob eine Migration ohne Ausfallzeiten möglich ist, hängt jedoch von der Systemarchitektur und den Verfügbarkeitsanforderungen ab.


    Häufige Fehler sind das Fehlen eines Plans, ungetestete Backups, nicht berücksichtigte Abhängigkeiten zwischen Systemen, DNS-Probleme, inkompatible Software-Versionen, falsche Zugriffsrechte und unzureichende Tests nach der Übertragung.


    Eine Migration wird benötigt, wenn der Hosting-Anbieter oder Dienstleister gewechselt wird, ein Umzug in die Cloud erfolgt, Server modernisiert werden, eine erhöhte Last bewältigt werden muss, Anwendungen aktualisiert oder Daten übertragen werden oder die Infrastruktur in ein Rechenzentrum verlagert wird.

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